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VICTORIA | Internationale Hochschule

Forschungsprofil

Forschungsprofil der VICTORIA

Forschung ist eines der grundlegenden Elemente der Hochschule und orientiert an den Aufgaben und Zielen für Forschung und Lehre, die das Land Berlin in seinem Gesetz über Hochschulen (BerlHG) festgeschrieben hat. Durch Forschung und Lehre erarbeitet die Hochschule Wissen, Kenntnisse, Kompetenzen und Werte, die sie zukünftigen Absolventinnen und Absolventen vermittelt. Der hohe Stellenwert der Forschung leitet sich direkt aus unserem Leitbild ab und drückt sich dezidiert in unserem Bestreben aus, fortlaufend qualitativ hochwertige und zeitgemäße Forschungsergebnisse sowohl für die Wissenschaft und die unternehmerische Praxis als auch die Lehre hervorzubringen und in die Lehre einzubringen.

Unsere Forschungskompetenz bezieht sich auf vier wesentliche Forschungsgrundsätze: Qualität, Internationalität, Nachhaltigkeit und Anwendungsbezug für Forschung und Lehre. Erreicht wird dieser Anspruch durch die Motivation und Leidenschaft aller Beteiligten und ihrem Bekenntnis zur gesellschaftlichen Verantwortung. Dies spiegelt sich auch in der Übernahme der Professorinnen und Professoren von zusätzlichen Aufgaben wider, wie Gutachtertätigkeiten, die Bekleidung von Positionen in Gremien oder Beiräten o. ä.

In der Forschung legt die Hochschule den Schwerpunkt ihrer Aktivitäten neben der Grundlagenforschung auf die Anwendungsorientierung, die untrennbar mit der Lehre verbunden ist. Erkenntnisse aus der eigenen Forschung finden konsequent Eingang in die Lehre, Rückkopplungen aus der Lehre werden in der Forschung weiterverfolgt. Die Hochschule sowie die Kooperationsunternehmen in den dualen Studiengängen profitieren von einem gegenseitigen Wissens- und Erfahrungstransfer. Deshalb steht anwendungsorientierte Forschung neben der Grundlagenforschung in allen Bereichen im Vordergrund. Im Rahmen der anwendungsorientierten Forschung ist es unser Ziel, neue Erkenntnisse zu gewinnen, Handlungsimplikationen abzuleiten und neue Lösungsansätze für die unternehmerische Praxis unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Reflexion zu entwickeln. Mit dieser Ausrichtung kommt der Forschung eine besondere Bedeutung für die Innovationsfähigkeit vor allem auch der kleinen und mittleren Unternehmen zu, die sich unter anderem an neuen Zielgrößen Nachhaltigkeit und Innovation orientieren müssen, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Forschung ist zugleich unverzichtbar für die Aktualität der Lehre. Deshalb arbeiten unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler oftmals in enger Kooperation mit Unternehmen und bearbeiten praxisrelevante Fragestellungen aus theoretischer Sicht. Eine enge Verzahnung aus Wirtschaft und Praxis manifestiert sich ohnehin in der Zusammenarbeit im Dualen Studium.

Integraler Bestandteil der anwendungsorientierten Forschung ist auch die inhaltliche Ausrichtung einzelner Professorinnen und Professoren auf individuelle Forschungsfelder. Sie dienen insbesondere der Vertiefung einzelner Forschungsgebiete. Die Professorinnen und Professoren sind zumeist sehr gut in den jeweiligen Forschungsfeldern vernetzt. Über die Ergebnisse der Forschung wird in einer ansehnlichen nationalen und internationalen Publikationstätigkeit in wissenschaftlichen, aber auch praxisorientierten Veröffentlichungen berichtet. Innerhalb der Forschungsschwerpunkte werden die Ergebnisse von Forschungsarbeiten auch in der eigenen Reihe der hwtk Discussion Paper Series oder im Rahmen der gegründeten Reihe von Sammelwerken (herausgegeben durch die Hochschule im Verlag SpringerGabler) veröffentlicht und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

Individuelle Forschungsfelder

1. Weltwirtschaft und internationale Zusammenarbeit

Der Globalisierungsdruck verändert die Strukturen der politischen und wirtschaftlichen Steuerung auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Handlungsspielräume und Einflussmöglichkeiten der etablierten weltwirtschaftlichen Akteure reduzieren sich, neue Akteure machen ihr Gestaltungspotenzial geltend, sodass sich die institutionellen Arrangements der Weltwirtschaft und deren Spielregeln verändern. Bei der Herausbildung einer neuen, globalen Partnerschaft kommt der Verpflichtung auf Good Governance sowie der Herausbildung eines offenen, regelgestützten und nicht-diskriminierenden Handels- und Finanzsystems eine besondere Bedeutung zu.

Der Fokus der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Forschungsaktivitäten in diesem Forschungsfeld liegt auf der Auseinandersetzung mit den Herausforderungen einer globalen Entwicklungspartnerschaft Post-2015, der Wirkungsanalyse von Public-Private-Partnerships bei dem Auf- und Ausbau von Institutionen in Entwicklungs- und Schwellenländern – insbesondere auch im Bildungsbereich und im Bereich des Ressourcenmanagements – sowie auf der Analyse globalisierungsbedingter Veränderungen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene, in den Zentren und in der Peripherie der Weltwirtschaft.

Ansprechpartner|innen

  • Prof. Dr. Elisabeth Baier
  • Prof. Dr. Udoy M. Ghose
  • Dr. Julia Rückert

2. Sport-, Event- und Tourismusmanagement

Sowohl in der bisherigen empirischen Event- und Tourismusforschung als auch der Teamsportforschung ergaben sich in der Umsetzung von Forschungsvorhaben fruchtbare Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung in der theoretischen und methodischen Modellbildung v.a. durch entsprechend primärempirische Studien. Ausgehend von den bereits vorhandenen Erkenntnissen werden in diesem Forschungsfeld folgende Forschungsschwerpunkte gelegt:

Gesamtwirtschaftliche Analyse von Events

Anknüpfend an die bisherige Eventforschung werden aktuelle Fragestellungen im Eventmanagement und -marketing sowie dem Tourismus- und Destinationsmarketing und -management aufgegriffen. Insbesondere wird der Schwerpunkt auf ökonomische Impactstudien sowie die ökonometrischen Modellierungen im Bereich der Event-Wirkungsforschung gelegt. Für die Tourismusforschung stehen dabei v.a. die Besonderheiten, die sich aus den Spezifika von touristischen Unternehmungen als Dienstleister ergeben, im Mittelpunkt des Forschungsinteresses. Hier gilt es sowohl Nachfragemotive zu extrahieren als auch Managementkonzepte zur erfolgreichen Vermarktung entsprechender Angebote zu entwickeln.

Service Eco-System und Ressourcenintegration bei Meetings und Events

Megatrends verändern die Anforderungen an die Konzeption, Planung, Durchführung und Umsetzung von Meetings und Events. Sie wirken zudem auch auf den kompletten Leistungserstellungsprozess sowie auf die Integration operander und operanter Ressourcen der Akteure. Sowohl die Leistung „Meeting und Event“ als auch der Leistungserstellungsprozess unterliegen einem Wandel. Dieser Forschungsbereich sieht neben der Identifikation der Merkmale eines Service Eco-Systems für Meetings und Events vor, zu extrahieren, wie sich der Service „Meeting und Event“ und das Service Eco-System unter Berücksichtigung der Megatrends wandeln und welche Konsequenzen daraus für die Art der operanden und operanten Ressourcen sowie deren Ressourcenintegration entstehen. Daraus lassen sich beispielsweise Implikationen für die Geschäftsmodell-Entwicklung im Service Eco-System, aber auch Anforderungen an das Kompetenzprofil eines Meeting- und Eventmanagers sowie spezifische Ergebnisse für die Konzeption von Meetings und Events ableiten.

Tourismusforschung

Die Tourismusbranche ist einer der weltweit am dynamischsten wachsenden Wirtschaftszweige. Sport und Events spielen eine wichtige Rolle bei der Inszenesetzung von Destinationen, aber auch für die Reiseveranstalter- und Reisebürobranche, für das Beherbergungsgewerbe, touristische Verkehrsträger, das Kur- und Bäderwesen und die Bereiche Gesundheitswirtschaft und Wellness. Forschungsschwerpunkte zum Tourismus sind die strategische Unternehmensplanung, die Festlegung der langfristigen Rahmenkonzeption für die strategischen Geschäftsfelder und die Konzeption, Einführung und Pflege wesentlicher leistungsfähiger Systemstrukturen sowie ihrer Planungs- und Kontrollsysteme in den touristischen Zweigbranchen und der Tourismuspolitik.

Sportmanagementforschung

Neben einer gründlichen theoretischen Fundierung wird versucht, eine empirische Basis als Grundlage der Theorien zu schaffen. Im Vordergrund steht dabei das strategische Management von Sportorganisationen sowie die Organisationsentwicklung und Transformation – auch vor dem Hintergrund neuer Technologien und Trends. Insbesondere werden theoretische und empirische Analysen der (Marken)Positionierung und des Managements von Vereinen und Verbänden sowie sportnahen Unternehmen vorgenommen, die der Erarbeitung und Identifikation von Optimierungsvorschlägen für das Management und der Positionierung im Wettbewerb dienen. Im Vordergrund stehen Wirkungsanalysen, Zielgruppen- und Marktsegmentierung und Wettbewerbsanalysen. Die Schwerpunkte der Forschung umfassen ferner Analysen zu verschiedenen ökonomischen Phänomenen und Herausforderungen des Sport- und Gesundheitsmanagements, insbesondere werden verschiedene Fragestellungen im Kontext der digitalen Transformation und des Innovationsmanagements vor dem Hintergrund bedarfsorientierter Entwicklung neuer Produkte und Technologien behandelt, die sektorenübergreifend Anwendung finden.

Ressourcendisparitäten zwischen Sportarten, Ligen und Klubs

Anknüpfend an die bisherige Teamsportforschung werden weiterführende theoretische und empirische Analysen des Managements im Ligasport vorgenommen. Insbesondere werden Modelle entwickelt, um dieses empirisch zu überprüfen. Dabei wird vor allem das regionale Marktmodell zur Ligasportwirtschaft spezifischer gefasst und mit empirischen Daten geprüft.

Ansprechpartnerinnen

  • Prof. Dr. Gabriele Mielke
  • Doreen Biskup

 

3. Agilität, Effizienz und Transparenz für komplexe Prozesse in Unternehmen, Unternehmensnetzen und Organisationen – Digitalisierung und Digitale Transformation

Viele der heutigen Unternehmen, Unternehmensnetze, Behörden, Organisationen und körperschaftsübergreifenden Systeme sind in der Regel immer noch geprägt durch Intransparenz, Inflexibilität, „verbesserungswürdige Leistungsfähigkeit“ (Ineffizienz) und prozessuale Fehl- oder Minderfunktionen. Verbunden mit den in der Regel IT-unterstützten Prozessen, die oft komplexer Natur sind, beziehen sich die Defizite auch auf annotierte/ beteiligte Informationen, Wissen, Ressourcen, Strategien, Potenziale und so weiter. Von Interesse sind im Forschungsfeld aus Sicht der Informatik insbesondere die Konzeption, Entwicklung und Weiterentwicklung von Ansätzen, Strategien, Vorgehensweisen, Softwaremodellen, Methoden und Algorithmen, die es einerseits ermöglichen sollen, eine gewünschte, berechtigungskonforme Transparenz zur erzielen und dauerhaft zu sichern; andererseits sollen Prozesse modellgestützt – abhängig von geänderten Randbedingungen und konkreten Zielstellungen – adaptiert bzw. umgestaltet werden können (Redesign), wobei auch Prozess- und Unternehmensstrukturen sowie die eigentlichen (IT-basierten) Prozessausführungen optimiert werden können sollen. Zusammenfassend gesagt, geht es im Wesentlichen darum, nachhaltig Agilität, Effizienz und berechtigungskonforme Transparenz für Unternehmen, Unternehmensnetze, Behörden und Organisationen zu schaffen bzw. mindestens zu begünstigen.

Ansprechpartner

  • Prof. Dr. Ulrich John

 

4. Wirtschaftliche Aspekte in kulturellen und künstlerischen Prozessen

Ein konstitutives Merkmal kultureller und künstlerischer Entwicklungen ist deren Interaktion mit wirtschaftlichen Prozessen. Illustriert wird dieses besondere Merkmal in der Regel am Beispiel des Kunstmarkts, wo künstlerische und wirtschaftliche Interessen direkt aufeinandertreffen. Doch auch andere Bereiche unterliegen direkten oder indirekten wirtschaftlichen Einflüssen bzw. wirken auf die Wirtschaft zurück. Dazu gehören ebenso künstlerische Schaffens- und Rezeptionsprozesse, die Entstehung und Weiterentwicklung von Kulturen, die Theoriebildung in Kunst und Kultur wie auch Kunst- und Kulturpolitik.

Das Forschungsfeld untersucht diese Zusammenhänge sowohl in synchroner als auch in diachroner Hinsicht. Neben einzelnen Kulturen werden Entwicklungen berücksichtigt, die kulturübergreifend oder im Kontakt zwischen den Kulturen entstehen. Beispielsweise widmet sich eines der aktuellen Forschungsprojekte der Analyse von Sinneswahrnehmungen und deren Steuerung innerhalb von Kunstausstellungen im Europa des 18. Jahrhunderts.

Ansprechpartnerin

  • Prof. Dr. Dorit Kluge

5. Entrepreneurship und Innovation

Entrepreneurship steht für Gründungen und Gründungsgeist. Häufig sind es dynamische oder neu gründete Unternehmen, die Innovationen hervorbringen und damit die ökonomische Entwicklung vorantreiben. Wir forschen vor allem zu Gründungsteams, innovativen, technologieorientierten Unternehmen und Entrepreneurship Education. Uns beschäftigt sowohl aus systemischer als auch aus verhaltenswissenschaftlicher Perspektive, wie Gründungen entstehen und sich Innovationen verbreiten. In der Entrepreneurship Education untersuchen wir, wie pädagogische Ansätze gestaltet sein müssen, um unternehmerisches Denken erfolgreich zu lehren und hochschulnahe Ausgründungen zu fördern.

Wir konzipieren Methoden der Geschäftsmodellentwicklung und analysieren, wie Innovationen in den Markt eingeführt werden können. Im Themenfeld Entrepreneurship und Innovation verknüpfen wir Forschung und Lehre. Studierende erhalten einerseits das nötige Rüstzeug und Unterstützung, um eigene, neuartige Geschäftsideen zu entwickeln und zu verwirklichen und Innovationen auf dem Markt zu positionieren, und andererseits den konkreten Arbeitsauftrag, zu Unternehmen, Innovationen und ihren Gründungsteams zu forschen. So haben unsere Studierenden sowohl erfolgreich Unternehmen gegründet als auch Fallstudien verfasst und veröffentlicht, die wiederum in der Lehre eingesetzt werden.

Ansprechpartner|innen:

  • Prof. Dr. Elisabeth Baier
  • Prof. Dr. Volker Hasewinkel
  • Prof. Dr. Annette Hoxtell
  • Prof. Dr. Christian Schultz

 

6. Individuum, Organisation und Entwicklung

Organisationen bestehen aus Menschen und menschlichem Handeln, gleichwohl unterliegt das Handeln von Menschen in Organisationen immer auch strukturellen Einflüssen, die über die einzelnen Menschen und deren individuelle Dispositionen, Interessen und Bedürfnisse hinausweisen. Insofern konstituieren und beeinflussen sich Menschen und Organisationen gegenseitig. Darüber hinaus sind Organisationen in ihren jeweiligen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kontext rekursiv eingebettet. Ohne die Berücksichtigung dieses Kontextes sind menschliches Handeln in Organisationen und damit Organisationen nicht hinreichend zu verstehen, zu gestalten und zu beraten. Das Hauptaugenmerk in dem Forschungsfeld „Individuum, Organisation und Entwicklung“ liegt in der Betrachtung des Menschen und menschlichen Handelns in Organisationen aus einer wirtschaftspsychologischen und organisationssoziologischen sowie aus einer betriebswirtschaftlichen Perspektive. Im Vordergrund steht das dynamische Verhältnis von Individuum, Organisation und Gesellschaft und den sich beständig verändernden Anforderungen an das Arbeiten in Organisationen. In diesem Forschungsfeld geht es somit um die Erforschung menschlichen Handelns in Organisationen sowie die Erforschung der Möglichkeiten einer zielorientierten und nachhaltigen Entwicklung von Individuen, Gruppen und Organisationen mittels am Menschen und dessen Bedürfnissen ausgerichteter Ansätze der Organisations- und Arbeitsgestaltung sowie der Organisationsberatung.

Ansprechpartner|innen:

  • Prof. Dr. Carolin Graßmann
  • Prof. Dr. Volker Hasewinkel
  • Prof. Dr. Annette Hoxtell
  • Prof. Dr. Alexander Martin

 

7. Supply Chain Management und Industrie 4.0

Mit Industrie 4.0 gehen tiefgreifende Veränderungen sowohl für die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen als auch für die Arbeitsweise innerhalb der Unternehmen einher. Die Veränderungen stellen für etablierte Unternehmen gleichermaßen Chance und Risiko dar, denn auch neue Player können sich mit innovativen Lösungen in bisher sicher verorteten Bereichen Wettbewerbsvorteile erarbeiten und bisherige dominante Player verdrängen.

Die klassischen Geschäftsmodelle geraten dabei unter Druck und die Konzeption und Bewertung innovativer Geschäftsmodelle sind dabei im Rahmen eines Management Industrie 4.0 von herausragender Bedeutung. Da die Vernetzung nicht nur unternehmensintern erfolgt, sondern die gesamte Supply Chain einbezogen wird, besteht die Herausforderung in der Harmonisierung der Supply Chain.

Die Vernetzung entlang der gesamten Supply Chain ermöglicht die Auswertung von Daten, die in Form von Sensoren an Objekten, aber auch an Wearables sowie mit Hilfe von Trackingtechnologien fortlaufend geliefert werden. Die Schaffung von Transparenz, die unternehmensübergreifende Standardisierung sowie die Etablierung aussagekräftiger Kennzahlen ermöglicht dabei in Verbindung mit maschinellem Lernen eine Verbesserung der Prognosen und Entscheidungsgrundlagen sowie die Automatisierung komplexer Prozessabläufe.

Im Forschungsfeld Supply Chain Management und Industrie 4.0 werden diese Zusammenhänge untersucht und innovative Lösungsansätze erarbeitet. Ein aktuelles Forschungsvorhaben untersucht beispielsweise an der Schnittstelle zwischen Unternehmen und Wertschöpfungspartnern den Beitrag eines Einkaufs 4.0 für den Unternehmenserfolg. Dies umfasst neben dem Einsatz neuer Technologien auch die Auswirkungen auf interne Geschäftsmodelle und Verrechnungssysteme sowie die Unterstützung durch Etablierung einer wertorientierten Erfolgsmessung.

Ansprechpartner:

  • Prof. Dr. Eike Thomsen
  • Prof. Dr. Stefan Schröder
  • Prof. Dr. Jonas Tritschler

 

8. Social Marketing

Social Marketing versucht das Verhalten von Zielgruppen dahingehend zu beeinflussen, dass es sowohl dem Individuum als auch der Gemeinschaft zum Wohle gereicht. Ziel ist es, zum sozialen Gut beizutragen. Relevante Anwendungsfelder sind u.a. die öffentliche Gesundheitsfürsorge, der Klimaschutz und die Bildungsgerechtigkeit. Verhaltenswissenschaftliche und systemische Ansätze bestimmen die theoretische Perspektive und das praktische Vorgehen: Social Marketing adressiert das Individuum, das sein Verhalten ändern oder beibehalten soll, sowie die Kontexte, in die es eingebettet ist. Interventionen beinhalten einen mehrstufigen Managementprozess, der sämtliche Marketinginstrumente sowie die aktive Mitwirkung relevanter Stakeholder beinhaltet.

Der Fokus des Forschungsschwerpunktes Social Marketing liegt auf:

  • der Etablierung des Social Marketing Gedankens im deutschsprachigen Raum,
  • der Festlegung von Maßstäben für Social Marketing Projekte,
  • der Beratung zu und Konzeption von Social Marketing Projekten,
  • der Begleitung und Evaluation dieser Projekte, sowie
  • der Weiterentwicklung theoretischer Ansätze im Social Marketing insbesondere mit Bezügen zur Service Dominant Logic.

Ansprechpartnerinnen:

  • Prof. Dr. Annette Hoxtell
  • Prof. Dr. Melike Demirbag Kaplan

 
Dabei verpflichten wir uns der Einhaltung guter wissenschaftlicher Praxis, die in einer Leitlinie festgeschrieben ist. Für die Hochschule ist aktive Forschung ein wesentliches Gestaltungselement einer lebendigen Lehre und der wissenschaftlichen Beteiligung an gesellschaftlichen Prozessen. Die Professorinnen und Professoren der Hochschule sind wissenschaftlich ausgewiesen, sie sind Mitglieder in nationalen und internationalen wissenschaftlichen Vereinigungen und haben sich durch den regelmäßigen Austausch auf nationalen und internationalen Konferenzen einen Namen in der Scientific Community gemacht. Entsprechend ihrem Leitbild sieht sich die Hochschule als international wissenschaftlich vernetzte Hochschule zu deren Profilbildung die Professorinnen und Professoren wesentlich beitragen. In ihrem Selbstverständnis sieht sich die Hochschule als Innovationsträger und Impulsgeber zukunftsorientierter Weiterentwicklung von anwendungsnaher und interdisziplinärer Forschung, erzielt durch Wissens- und Technologietransfer von Forschungsergebnissen in die Praxis.

Forschungsschwerpunkt

Damit die Forschungsaktivitäten nicht nur personenbezogen stattfinden, hat sich die Hochschule ein Forschungsprofil gegeben, an dessen inhaltlicher Gestaltung die Professorinnen und Professoren der Hochschule beteiligt gewesen sind. Als gemeinsame Schnittmenge ihrer unterschiedlichen Disziplinen und Fächerkanons haben sie als Schwerpunkt in der anwendungsorientierten Forschung das Thema „Nachhaltiges Wirtschaften als Zukunftsressource und Grundlage der Gestaltung von Transformationsprozessen“ definiert.

Hochschulen sind als Forschungs- und Bildungseinrichtung zentral für eine nachhaltige Entwicklung. Bildung und Wissenschaft sind wichtige gesellschaftliche Ressourcen, die es zu nutzen gilt, um Zukunfts- und Arbeitsmarktchancen auch im globalen Wettbewerb zu erhalten und zu schaffen. Hierzu ist es unerlässlich, wissenschaftliche Grundlagen zu schaffen, um eine zuverlässige Beurteilung von Perspektiven abzugeben und Steuerungsfragestellungen auf unterschiedlichen Systemebenen zu klären. Zukünftig wird sich die Hochschule daher im Rahmen der anwendungsorientierten Forschung vor allem an den globalen Nachhaltigkeitszielen orientieren, die in der UN-Agenda 2030 festgelegt sind. Die Forschungsarbeiten dieses Schwerpunktthemas behandeln unter sozialen, kulturellen, ökologischen und ökonomischen Aspekten Nachhaltiges Wirtschaften dabei auf unterschiedlichen Ebenen. Auf der Ebene der Betriebe, vor allem durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen, z. B. im Hinblick auf die Berichtspflicht entsprechend der CSR-Richtlinie. Auf nationaler und internationaler Ebene beschäftigen sich die Forschungsarbeiten interdisziplinär mit Fragen des nachhaltigen Wirtschaftens unter wirtschaftstheoretischen, ethischen und kulturellen Aspekten.

Die Hochschule setzt sich damit zum Ziel, einen Beitrag zu leisten, um den derzeitigen und zukünftigen Anforderungen der Wirtschaft und Gesellschaft wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Globalisierung, Individualisierung und dem demografischen Wandel gerecht zu werden. Sie generiert zur Bewältigung dieser Herausforderungen eigene Impulse aus ihrer Forschung, die das Studienprogramm der Hochschule unterlegen, und hat das Konzept der Nachhaltigkeit aus diesem Grund zentral in ihrem Forschungsprofil verankert. Bei ihren Forschungsergebnissen und deren Vermittlung in den angebotenen Studiengängen sowie bei dem Transfer neuer Forschungsansätze zur Anwendung durch die Studierenden oder durch den Einbezug der Kooperationsunternehmen in Forschungsprojekte hat sich die Hochschule zum Ziel gesetzt, an der Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft aktiv durch ihre Forschungstätigkeit mitzuwirken.

“Sustainable development is development that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs” (Brundtland Report, 1987).

Unser Verständnis von Nachhaltigkeit widmet sich den sozialen, kulturellen, ökologischen und ökonomischen globalen Zukunftsfragen von Wirtschaftlichkeit und verantwortungsvollem Handeln. Nachhaltiges Wirtschaften ist für uns eine langfristige, tragfähige Entwicklung, die umfassend und mehrdimensional ist. Sie integriert ökonomische, soziale, kulturelle sowie ökologische Fragestellungen und ihre Reichweite ist international.

Sustainability is the foundation for today’s leading global framework for international cooperation” (Sustainable Development Goals (SDG) der UN Agenda 2030).

 Erweitert wird unser Nachhaltigkeitsverständnis durch die Orientierung an den Sustainable Development Goals (SDG) der UN Agenda 2030. Durch diese Ziele werden konkrete thematische Schwerpunkte aufgezeigt. Danach richtet sich unser Themenspektrum in der Forschung aus.

Aufgrund unseres Fächerkanons liegt der Fokus der Forschungsarbeiten vor allem bei den Nachhaltigkeitszielen: Ziel 1: Keine Armut, Ziel 3: Gesundheit und Wohlergehen, Ziel 4: Hochwertige Bildung, dem Ziel 5: Geschlechtergleichheit, Ziel 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, Ziel 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur, Ziel 10: Weniger Ungleichheiten, Ziel 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion, dem Ziel 13: Maßnahmen zum Klimaschutz sowie bei dem Ziel 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele.

Die Hochschule verfolgt in ihrer Forschungstätigkeit zwei prioritäre Ziele: Erstens ist die Hochschule in national und international aktiven Netzwerken aus Bildungs- und Forschungseinrichtungen, öffentlichen Organisationen und der Wirtschaft zu verankern. Zweitens ist eine internationale Sichtbarkeit des Forschungsprofils der Hochschule über etablierte internationale Forschungs- und Verbundprojekte mit europäischen und weltweiten Partner und Partnernetzwerken herzustellen, sodass verstärkt Drittmittel eingeworben werden können.

Darauf sind wir stolz – Zertifikate, Partner & Akkreditierung

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